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Bauernmarkt Schwandorf
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Die agrarpolitische Lage ist nach wie vor von Überschüssen landwirtschaftlicher Erzeugnisse gekennzeichnet. Die wesentlichste administrative Gegenmaßnahme ist die Preissenkung. Dadurch stehen die Landwirte vor der bekannten Alternative "Wachsen oder Weichen!".

Während die Mehrheit unter "Wachsen" die Vergrößerung des Betriebes hinsichtlich Fläche und Tierzahl versteht, haben auch im Landkreis Schwandorf einige Landwirte erkannt, dass das Wachstum auch in Richtung Qualität und Verarbeitung gehen kann.Für diese Gruppe ist die Selbstvermarktung ihrer Produkte eine Möglichkeit, ihr Einkommen durch die Einbeziehung eines Teils der Verarbeitungs- und Vermarktungsspan-nen anzuheben.

Zur Verwirklichung dieser Ziele wurde die Gründung eines Bauernmarktes geplant. Die Suche nach Interessenten und ihre Überzeugung nahm die ersten vier Monate des Jahes 1991 in Anspruch. Nach einer Informationsfahrt zum Bauermarkt in Neumarkt i. d. Opf. kristallisierte sich dann ein Kern Entschlossener heraus, der das Ziel konsequent ansteuerte. Als Marktplatz-Standorte wurden die Städte Nabburg und Schwandorf ausgewählt.

Die dritte vorbereitende Aufgabe war die fachliche Schulung der Interessenten auf rechtlichem, wirtschaftlichem und psychologischem Gebiet. Zusammen mit dem Bayerischen Bauernverband, dem Amt für Landwirtschaft u. Er-nährung und der "Entwicklungsstelle für die 5-b-Gebiete" wurde diese Maßnahme durchgeführt.

Ergebnis war die Gründung eines Bauernmarktvereins, der seit Anfang April 1992 jeden Freitagnachmittag in Schwandorf einen Bauernmarkt abhält. Die Form des Marktvereins bewirkt, dass auch diese Initiative sich von der ÖMS abgelöst und verselbständigt hat.

Vom Bauernmarkt profitieren zum einen der Kunde, dem Frische und Qua-lität aus heimischen Höfen garantiert wird, zum anderen die Landwirte, die sich einen Zuerwerb schaffen und auch weiterhin als landwirtschaftlicher Familienbetrieb existieren können.